Zu jeder Jahrezeit eine Augenweide

Im Frühling ist die Vogelkirsche ein wahres Blütenmeer. Ein einzelner Baum kann bis zu einer Million Blüten bilden. Erst nach der Blüte wachsen die Laubblätter.
Diese besitzen Nektardrüsen am oberen Ende des Blattstiels, in denen Zuckersaft produziert wird. Dadurch werden Ameisen angelockt, die den Baum schützen, indem sie die Larven verschiedener Schadinsekten fressen.
Im Sommer haben sich aus den Blüten leckere rote Kirschen entwickelt.
Über 40 verschiedene Vogelarten verzehren diese Früchte und helfen so bei der Verbreitung der Samen.
Aus der Vogelkirsche wurden verschiedene Kulturformen gezüchtet, deren Früchte wir als Süßkirschen kennen.
Im Herbst beeindruckt die Vogelkirsche dann durch ihre feurigen Laubfarben.
Im Winter verleihen die Korkwarzen dem Stamm ein interessantes gestreiftes Aussehen.
| Die Vogelkirsche : | |
|---|---|
| Alter | bis 100 Jahre |
| Blütezeit | April bis Mai |
| Fruchtbarkeit | mit 20 bis 25 Jahren |
| Höhe | 20 bis maximal 35 Meter |
| Durchmesser | bis 1 Meter |
| Krone | locker belaubt, in der Jugend kegelförmig, im Freistand breit kugelförmig |
| Blätter | länglich, oval zugespitzt, Rand grob gezähnt |
| Rinde | anfangs glänzend rotbraun, quer verlaufen- de Korkwarzen, Rinde löst sich quer ab, später längsrissig |