Bürgerwald Info

Wir befinden uns hier im östlichen Teil einer Hügellandschaft, die schon vor etwa 60 Millionen Jahren entstanden ist, im Zeitalter des Tertiär. Deshalb nennt man das Gebiet auch niederbayerisches Tertiärhügelland. Es reicht im Norden bis an die Donau und zeichnet sich durch ein gemäßigtes Klima aus.
Die Böden bestehen überwiegend aus Lehm. Sie besitzen eine mittlere bis hohe Wasserspeicherfähigkeit.
Es gibt aber auch kalkige und sandige Bodenschichten. Während der Entstehung der Alpen wurde Erosionsmaterial, zum Beispiel Schotter und Grobstandsteine, von Fließgewässern hierher transportiert und lagerte sich ab. Man nennt diese Schichten auch Süßwassermolasse. Die darüberliegenden, gelblichen Ablagerungen werden Löß genannt.
| Bürgerwald Eggenfelden | |
|---|---|
| Größe | 61,3 Hektar (ca. 85 Fußballfelder) |
| Höhenlage | 340m – 500m ü. NN. |
| Temperatur im Jahresdurchschnitt | 8,2°C |
| Windrichtung | West- oder Südwestwinde |
| Niederschlagsmenge | 590mm – 840mm |
Diese Baumart steht für "Gelassenheit, Harmonie und Reinheit"
Der Bergahorn kommt vor allem in den mittleren und höheren Lagen von Mittel- und Osteuropa vor, ist aber auch in Nordspanien zu finden.
Tiefgründige, lehmige, nährstoffreiche und gut wasserversorgte, humose Böden sind ideal für ein gutes Wachstum des Bergahorns.
Durch seine Durchsetzungskraft in der Jugend gegenüber Begleitvegetation wie Gras eignet sich diese Baumart z.B. gut für Kahlflächen.
Das Holz des Bergahorns ist sehr hell, fast weiß. Es wird als Furnier für den Möbel- und Innenausbau verwendet. Auch für den Instrumenten- und Spielzeugbau ist dieses Holz interessant.
Begehrte seltene Holzmaserungen, die sogenannte Riegelung, erzielt sehr hohe Preise im Verkauf.
Foto: Krzysztof Ziarnek
| Der Bergahorn: | |
|---|---|
| Alter | bis 500 Jahre |
| Blütezeit | April bis Mai |
| Fruchtbarkeit | mit 25-40 Jahren |
| Höhe | 20-40m |
| Durchmesser | bis 1,5m |
| Krone | dicht belaubt, rund bis eiförmig |
| Blätter | fünf-lappige spitze Buchten am Rand gesägt, 10-20cm breit und lang, langer Blattstiel |
| Rinde | lange Zeit glatt, später in Schuppen abplatzend, hellgrau bis braun |
Gewachsene Biodiversität
In Deutschland sind vor allem zwei Eichenarten zu finden: die Traubeneiche und die Stieleiche. Ihre Namen verraten bereits ihr Unterscheidungsmerkmal. Bei der Traubeneiche hängen die Eicheln, also die Früchte der Eichen, in Trauben und ohne Stiele zusammen. Bei der Stieleiche hängen die Eicheln an langen Stielen einzeln am Zweig.
Ausgewachsene Eichen beider Arten sind Lebensraum für eine unglaubliche Vielzahl von Tieren. Zum Beispiel kommen dort knapp 180 Schmetterlinge und etwa 900 holzbesiedelnde Käferarten vor. Auf diese Weise leisten Eichen einen großen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität unserer Wälder.
| Die Eiche: | |
|---|---|
| Alter | 500 (bis maximal 1000) Jahre |
| Blütezeit | April bis Mai |
| Fruchtbarkeit | mit 60 Jahren |
| Höhe | 30 – 40 Meter |
| Durchmesser | bis 3 Meter |
| Krone | sehr ausladend, wenn sie Platz hat mit starken knorrigen Ästen |
| Blätter | länglich, eiförmig mit mehreren Buchten, Stieleiche: kurz gestielte Blätter, Traubeneiche: lang gestielte Blätter |
| Rinde |
dunkelbraune, stark gefurchte, längsrissige Borke im Alter |
Bäume der Liebe und Gerechtigkeit
Linden wurden schon früh der Göttin Freya (Göttin der Liebe) zugesprochen. Der Linde wurden außerdem Charakteristika wie Gerechtigkeit, Wahrheit, Entschlossenheit und Mitgefühl zugeteilt. Bereits die Germanen nutzten die Linde aus diesem Grund als Treffpunkt, weshalb sie auch heute noch als Mittelpunkt in vielen Dörfern zu sehen ist. Dabei handelt es sich meistens um Sommerlinden, die deutlich größer werden als Winterlinden.
Unterscheiden kann man die beiden Arten an ihren Laubblättern. Bei der Sommerlinde sind die Blätter auf der Unterseite weiß behaart. Bei der Winterlinde dagegen gibt es bei den älteren Blättern auf der Unterseite lediglich kleine rostrote Haarbüschel in den Blattachseln.
Da die Linden erst spät, meist erst im Juni, blühen sind sie im Sommer eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen.
| Die Sommerlinde Tilia platyphyllos: | |
|---|---|
| Alter | bis 1000 Jahre |
| Blütezeit | Juni bis Juli |
| Fruchtbarkeit | mit 20 – 30 Jahren |
| Höhe | im Freistand bis 3 Meter |
| Durchmesser | im Freistand bis 3 Meter |
| Krone | im Freistand sehr ausladend, knorrige Äste |
| Blätter | herzförmig bis rund, dunkelgrün, unterseits weiß behaart |
| Rinde | erst grau-braun glatt, später längs aufreißend, braun |
Nordamerikanisches Wirtschaftswunder
Die Douglasie kommt ursprünglich aus Nordamerika. Sie wird in Deutschland bereits seit 150 Jahren angepflanzt und kommt mit unseren Klimabedingungen und vor allem auch mit dem Klimawandel gut zurecht. Als Mischbaumart kann die Douglasie unsere Wälder bereichern.
Douglasien wachsen sehr schnell und werden daher überwiegend zur Wertholzerzielung genutzt. Ihr Holz ist witterungsbeständig und es wird gerne im Außenbereich verwendet, zum Beispiel für Terrassen.
Auch als Konstruktionsholz und Furnier ist Douglasienholz beliebt.
Zerreibt man die Nadelblätter der Douglasie zwischen den Fingern, riecht es stark nach Orange.
Dieses Aroma in den jungen Triebspitzen kann als Tee genutzt werden.
| Die Douglasie : | |
|---|---|
| Alter | bis 400 (maximal 700) Jahre |
| Blütezeit | April bis Mai |
| Fruchtbarkeit | mit 15 – 20 Jahren im Freistand mit 30 – 40 Jahren im Bestand |
| Höhe | bis 60 Meter |
| Durchmesser | bis 1, maximal 2 Meter |
| Krone | recht schlank, walzen- bis kegelförmig |
| Nadeln | grün bis blau-grün, länger als die der Fichte und weich |
| Rinde | In Jugend grau-grün relativ glatt mit Harzblasen, im Alter stark aufreißend, rot-braun |


